„Schüler:innen analysieren und beurteilen die Bedeutung medialer Darstellungen für die Bewusstseinsbildung und die politische Meinungsbildung. Sie reflektieren die Potentiale der Digitalisierung im Sinne sozialer Integration und nutzen ihre Erkenntnisse aktiv zur gesellschaftlichen Partizipation.“ (aus der Entwurfsfassung des Orientierungsrahmens Medienbildung, Niedersachsen 2018).
Mit dieser anspruchsvollen Formulierung ist die Zielperspektive dieses Kompetenzbereiches umrissen, aber die Herausforderungen ebenso. Es wird spätestens hier die immense Bedeutung der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer deutlich: Das Neue ist ohne den Blick auf das vermeintliche Alte (Fach: Geschichte) kaum einzuordnen. In Deutschland ist auch etablierten politischen Parteien seit dem Video „Die der Zerstörung der CDU“ des Influencers ReZo klar, das Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Diskurs durch Vernetzung anderen Regeln unterliegen als in der Buchgesellschaft.
Ich nenne jetzt stellvertretend für eine Vielzahl möglicher Fragestellungen in diesem Bereich ein paar weitere Aspekte, mit denen sich eine Beschäftigung aus meiner Sicht lohnt.
Technologie ist nicht nur Technologie, sondern wechselwirkt schon immer mit Kultur. Das Digitale deutlich anders als der Buchdruck. Sind wir durch den Einsatz von Messengerdiensten wie WhatsApp insgesamt pünktlicher oder unpünktlicher geworden? Verändert das Vorhandensein von Messengerdiensten unsere Verhältnis zum Wert Pünktlichkeit?
Diese Fragestellungen sind zum eine ohne den Einsatz von digitalen Geräten kaum sinnvoll zu behandeln, zum anderen sind sie auch in Kollegien anschlussfähig, die den Veränderungen durch die Digitalisierung eher skeptisch gegenüberstehen.
Unterrichtsbeispiele
Zu „Target“ habe ich eine ausgearbeitete Unterrichtseinheit erstellt, die Sie hier finden.
Das NLQ-Niedersachsen hat hervorragendes Unterrichtsmaterial für diesen Kompetenzbereich erstellt: